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ETF-Rentenversicherung einfach erklärt: So funktioniert sie und für wen sie passt
Was eine ETF-Rentenversicherung ist, was sie kostet, für wen sie passt – und wie du Schritt für Schritt zu einer guten Entscheidung kommst.
Felix Kropp
Aktualisiert am 25. September 2026
10 Min. Lesezeit
Inhaltsverzeichnis
- Was ist eine ETF-Rentenversicherung? Einfach erklärt
- Wie funktioniert eine ETF-Rentenversicherung?
- Vor- und Nachteile auf einen Blick
- Welche Kosten fallen an?
- Kosten-Check: Was aus deinem Beitrag werden kann
- Wie wird eine ETF-Rentenversicherung besteuert?
- Für wen passt eine ETF-Rentenversicherung?
- Worauf du beim Angebot achten solltest
- Was passiert, wenn …?
- Ab 2027: Altersvorsorgedepot und weitere Wege
- Deine nächsten Schritte
- Fazit: Für wen sich eine ETF-Rentenversicherung lohnt
- Häufige Fragen zur ETF-Rentenversicherung
Das Wichtigste in Kürze
- ✓Eine ETF-Rentenversicherung legt deine Beiträge in ETFs an, verpackt in einen Versicherungsvertrag – ohne Garantiezins und ohne staatliche Förderung.
- ✓Du bekommst eine lebenslange Rente und Steuervorteile am Ende, zahlst dafür aber jedes Jahr Kosten und bist bis zur Rente gebunden.
- ✓Sie passt vor allem, wenn dir eine lebenslange Rente wichtiger ist als Flexibilität – und erst, nachdem Notgroschen und Förderung abgedeckt sind.
- ✓Die wichtigste Zahl in jedem Angebot sind die Effektivkosten: Sie entscheiden über Jahrzehnte mit, wie viel Rente am Ende herauskommt.
- ✓Stirbst du oder hörst du auf einzuzahlen, regelt dein Vertrag, was mit dem Guthaben passiert – das solltest du vor Abschluss wissen.
Eine ETF-Rentenversicherung verpackt ETF-Fonds in einen Versicherungsvertrag. Dafür zahlst du Abschluss- und Verwaltungskosten, bekommst aber die Möglichkeit einer lebenslangen Rente und eine mildere Besteuerung bei der Auszahlung, wenn der Vertrag mindestens zwölf Jahre läuft und du mindestens 62 bist. Anders als beim ETF-Sparplan bleibt dein Geld bis zum Rentenbeginn im Vertrag gebunden. Ob sich das rechnet, hängt vor allem von den Effektivkosten deines konkreten Vertrags ab.
Was ist eine ETF-Rentenversicherung? Einfach erklärt
Stell dir die ETF-Rentenversicherung wie eine Verpackung vor: Drinnen stecken dieselben ETFs, die du auch über einen ETF-Sparplan kaufen könntest. Die Verpackung, der sogenannte Versicherungsmantel, bringt Extras mit – eine lebenslange Rente und Steuervorteile bei der Auszahlung. Dafür kostet sie jedes Jahr Gebühren, und dein Geld bleibt bis zur Rente darin eingepackt.
Genauer gesagt ist eine ETF-Rentenversicherung eine Fondspolice: Ein Versicherer legt dein Geld in ETF-Fonds an, verpackt diese Anlage aber in einen Versicherungsvertrag. Andere Bezeichnungen sind ETF-Police oder fondsgebundene Rentenversicherung. Einen Garantiezins oder eine staatliche Förderung gibt es nicht.
Die wichtigsten Begriffe
- ETF
- Ein börsengehandelter Fonds, der einen Index wie den MSCI World nachbildet und so dein Geld auf viele Unternehmen verteilt.
- Versicherungsmantel
- Der Versicherungsvertrag um die ETFs herum. Er macht aus dem Guthaben später eine Rente und regelt Steuern und Kosten.
- Effektivkosten
- Alle Kosten der Police zusammen, als jährlicher Prozentsatz. Mehr im Glossar.
- Rentenfaktor
- Wie viel Monatsrente du je 10.000 € Guthaben bekommst. Ein Rentenfaktor von 25 bedeutet 25 € im Monat.
- Rückkaufswert
- Der Betrag, den du bei einer Kündigung ausgezahlt bekommst. In den ersten Jahren liegt er oft unter dem Eingezahlten.
Kosten, Steuern und Flexibilität von Police und Sparplan stellen wir im Vergleich Rentenversicherung oder ETF Punkt für Punkt gegenüber.
Wie funktioniert eine ETF-Rentenversicherung?
Der Ablauf gliedert sich in zwei Phasen: die Ansparphase und die Verrentungsphase am Ende der Laufzeit.
- 1
Beiträge einzahlen
Du zahlst während der Ansparphase Beiträge ein, die der Versicherer nach Abzug der Kosten in ETF-Fonds innerhalb des Versicherungsmantels investiert.
- 2
Kapitalmarktrisiko tragen
Für eine ETF-Rentenversicherung besteht keine Garantiepflicht. Kursverluste sind deshalb ebenso möglich wie Kursgewinne.
- 3
Steuervorteil am Ende nutzen
Am Ende der Ansparphase kann die 12/62-Regel greifen, wenn Vertrag und Alter die Voraussetzungen erfüllen – mehr dazu im Abschnitt zu den Steuern.
- 4
Rente oder Kapital wählen
Zum Laufzeitende entscheidest du, ob dir das Guthaben als lebenslange Rente oder als einmalige Kapitalauszahlung ausgezahlt wird.
- 5
Bis zum Rentenbeginn gebunden
Bis zum vereinbarten Rentenbeginn bleibst du an den Vertrag gebunden, anders als beim frei verfügbaren ETF-Sparplan.
Brutto- oder Nettopolice: Was ist der Unterschied?
Beim Abschluss wählst du meist zwischen zwei Kostenmodellen: der Brutto- und der Nettopolice. Bei der Bruttopolice sind die Vertriebskosten in den laufenden Beiträgen eingerechnet – du zahlst einen einheitlichen Beitrag, aus dem der Versicherer Abschluss- und Verwaltungskosten sowie die Beratungsvergütung deckt. Bei der Nettopolice werden diese Kosten getrennt: Du zahlst die Beratung separat, meist als Honorar, und dein Beitrag fließt abzüglich der laufenden Kosten in die ETF-Fonds.
| Bruttopolice | Nettopolice | |
|---|---|---|
| Abschluss- und Beratungskosten | in den laufenden Beiträgen eingerechnet | separat, meist als Honorar |
| Wirkung auf dein Guthaben | mindert vor allem in den ersten Vertragsjahren das investierte Kapital | Beitrag fließt abzüglich der laufenden Kosten in die Fonds |
| Laufende Verwaltungs- und Fondskosten | fallen an | fallen ebenfalls an |
Welches Modell günstiger ist, hängt vom Einzelfall ab, etwa von der Höhe des Honorars und der Vertragslaufzeit. Vergleiche deshalb nicht das Etikett, sondern die Effektivkosten beider Varianten. Ob sich eine Brutto- oder Nettopolice für deine Situation eignet, lässt sich am besten im persönlichen Beratungsgespräch klären.
Vor- und Nachteile auf einen Blick
Vorteile
- Lebenslange Rente, egal wie alt du wirst
- Keine Steuern während der Ansparphase, auch nicht beim Fondswechsel
- Mildere Besteuerung bei der Auszahlung
- Renditechancen des Kapitalmarkts über ETFs
- Das Geld ist fest fürs Alter reserviert
Nachteile
- Zusätzliche Kosten für Abschluss und Verwaltung
- Geld bis zum Rentenbeginn gebunden
- Kündigung in den ersten Jahren meist mit Verlust
- Keine staatliche Förderung
- Kursverluste möglich, keine Beitragsgarantie
Welche Kosten fallen an?
Bei einer Police zahlst du nicht nur für die ETFs, sondern auch für den Versicherungsmantel. Diese Kostenarten kommen zusammen:
| Kostenart | Beschreibung | Einordnung |
|---|---|---|
| Abschlusskosten | Vergütung für Vertragsabschluss und Beratung, bei der Bruttopolice in den Beiträgen enthalten, bei der Nettopolice separat als Honorar | mindert vor allem in den ersten Vertragsjahren das investierte Kapital |
| Laufende Verwaltungskosten | Kosten des Versicherers für Vertragsführung und Verwaltung des Guthabens | fallen über die gesamte Laufzeit an |
| TER der ETFs | Gesamtkostenquote der im Vertrag genutzten ETF-Fonds | kommt zu den Versicherungskosten hinzu |
| Effektivkosten gesamt | Abschluss-, Verwaltungs- und Fondskosten zusammen, als jährlicher Prozentsatz des Guthabens | entscheidet über Jahrzehnte mit über das Endkapital |
Stand: September 2026
Alle Kostenarten zusammen weist der Versicherer als Effektivkosten aus. Du findest sie im Basisinformationsblatt deines Angebots, bei einem bestehenden Vertrag in der jährlichen Standmitteilung. Zum Vergleich: Im Standarddepot des Altersvorsorgedepots sind die Effektivkosten laut Altersvorsorgereformgesetz auf höchstens 1,0 % im Jahr gedeckelt, für ETF-Rentenversicherungen gibt es keinen solchen Deckel. Wie hoch die Effektivkosten gängiger Policen im Schnitt liegen und was ein Prozentpunkt Kosten über 30 Jahre ausmacht, zeigt das Rechenbeispiel im Vergleich Rentenversicherung oder ETF.
Kosten-Check: Was aus deinem Beitrag werden kann
Wie viel Rente aus deinen Beiträgen wird, hängt vor allem von drei Dingen ab: wie viel du einzahlst, wie lange und wie hoch die Kosten der Police sind. Voreingestellt ist ein Beispiel mit 100 € im Monat über 30 Jahre und 1,9 % Effektivkosten, dem von der BaFin gemessenen Durchschnitt. Probier es mit deinem eigenen Betrag aus.
Kosten-Check
Was wird aus deinem Beitrag?
Was du im Monat einzahlen möchtest.
Je länger, desto stärker wirken Rendite und Kosten.
Steht im Basisinformationsblatt deines Angebots.
Monatsrente je 10.000 € Guthaben – nimm den garantierten Wert.
Vereinfachte Modellrechnung: 6 % Rendite im Jahr vor Kosten, jährliche Verzinsung, vor Steuern. „Das kosten dich die Effektivkosten“ ist der Unterschied zum Guthaben ohne Kosten bei gleicher Rendite. Keine Prognose, keine Garantie – Kursverluste sind möglich. Deine Eingaben werden nicht gespeichert.
Ergebnis mit Felix besprechenAus dem Guthaben wird über den Rentenfaktor eine Monatsrente: Bei einem Rentenfaktor von 25 ergibt jede 10.000 € Guthaben 25 € Rente im Monat, solange du lebst. Schieb die Effektivkosten einmal von 1,9 % auf 1,0 % – dann siehst du, warum sie die wichtigste Zahl in jedem Angebot sind.
Wie wird eine ETF-Rentenversicherung besteuert?
Vom Guthaben aus dem Kosten-Check gehen bei der Auszahlung noch Steuern ab. Kurz gesagt: Solange du einzahlst, zahlst du keine Steuern. Erst bei der Auszahlung wird besteuert – und zwar milder, wenn du lange genug dabeibleibst. Auch ein Fondswechsel innerhalb des Vertrags bleibt steuerfrei. Im Detail kommt es auf die Form der Auszahlung an:
- Kapitalauszahlung vor Ablauf von zwölf Jahren oder vor dem 62. Lebensjahr: Der Ertrag wird mit der Abgeltungsteuer versteuert.
- Kapitalauszahlung nach der 12/62-Regel: 15 % des Ertrags bleiben steuerfrei, vom Rest wird nur die Hälfte mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert.
- Lebenslange Rente: Steuerpflichtig ist nur der Ertragsanteil, der vom Alter bei Rentenbeginn abhängt – bei Rentenbeginn mit 67 sind es 17 % jeder Rentenzahlung.
Rechtsgrundlage sind § 20 Abs. 1 Nr. 6 und § 22 Nr. 1 EStG. Was das in Euro bedeutet und wie die Police steuerlich gegenüber dem ETF-Sparplan abschneidet, zeigt das Rechenbeispiel mit 50.000 € Gewinn im Vergleich Rentenversicherung oder ETF.
Für wen passt eine ETF-Rentenversicherung?
Passt eher, wenn …
- dir eine lebenslange Rente wichtiger ist als Flexibilität
- du das Geld sicher nicht vor der Rente brauchst
- du Notgroschen und Förderung schon abgedeckt hast
- die Effektivkosten deines Angebots niedrig sind
Passt eher nicht, wenn …
- du noch keinen Notgroschen hast
- du das Geld vor der Rente brauchen könntest
- du förderberechtigt bist und die Zulage noch nicht nutzt
- das Angebot hohe Effektivkosten hat
Unsere Empfehlung: die richtige Reihenfolge. Bevor du über eine Police nachdenkst, lohnt sich ein Blick auf die Reihenfolge, in der du fürs Alter sparst:
- 1
Notgroschen aufbauen
Lege zuerst drei bis sechs Monatsausgaben auf ein Tagesgeldkonto, auf das du jederzeit zugreifen kannst.
- 2
Förderung mitnehmen
Bist du förderberechtigt, gehören ab 2027 die ersten 150 € im Monat ins Altersvorsorgedepot – dort legt der Staat laut Altersvorsorgereformgesetz eine Zulage obendrauf.
- 3
Den Rest aufteilen
Geld, das flexibel bleiben soll, passt in einen ETF-Sparplan. Eine ETF-Rentenversicherung lohnt sich für den Teil, bei dem dir eine lebenslange Rente wichtiger ist – und nur, wenn die Kosten stimmen.
Warum diese Reihenfolge meist mehr Rente bringt, rechnen wir im Vergleich Rentenversicherung oder ETF vor.
Worauf du beim Angebot achten solltest
Ob sich eine ETF-Rentenversicherung für dich lohnt, lässt sich nicht pauschal beantworten – dazu sind Verträge, Lebenssituationen und Ziele zu unterschiedlich. Diese Kriterien helfen dir, Angebote einzuordnen und im Beratungsgespräch die richtigen Fragen zu stellen:
Welche Kombination aus diesen Punkten zu deiner Situation passt, lässt sich am verlässlichsten im persönlichen Beratungsgespräch klären – dort gehen wir Vertragsdetails und deine Ziele gemeinsam durch.
Was passiert, wenn …?
… ich sterbe?
In der Ansparphase zahlen die meisten Verträge das vorhandene Guthaben an deine Hinterbliebenen oder Erben aus. Nach Rentenbeginn hängt es von der Rentengarantiezeit ab: Ist eine vereinbart, läuft die Rente bis zu deren Ende an die Bezugsberechtigten weiter, ohne sie endet die Zahlung. Welche Regelung gilt, steht in deinem Vertrag.
… ich nicht mehr einzahlen kann?
Du kannst den Vertrag in der Regel beitragsfrei stellen: Er bleibt bestehen, dein Guthaben bleibt angelegt, nur die laufenden Kosten fallen weiter an. Kündigst du stattdessen, bekommst du den Rückkaufswert – in den ersten Jahren oft weniger als eingezahlt, und vor Ablauf der 12/62-Regel wird der Ertrag mit der Abgeltungsteuer besteuert.
… der Versicherer pleitegeht?
Lebensversicherer in Deutschland müssen per Gesetz einem Sicherungsfonds angehören. Gerät ein Versicherer in Schieflage, übernimmt die Protektor Lebensversicherungs-AG die Verträge und führt sie weiter; garantierte Leistungen können dabei um höchstens 5 % gekürzt werden. Vor Kursverlusten der ETFs schützt der Sicherungsfonds nicht.
Ab 2027: Altersvorsorgedepot und weitere Wege
Neben der ETF-Rentenversicherung entsteht mit dem Altersvorsorgedepot ein weiterer Baustein der privaten Vorsorge. Grundlage ist das Altersvorsorgereformgesetz: Es ist beschlossen (Bundestag 27.03.2026, Bundesrat 08.05.2026), die neuen Produkte gibt es ab 1. Januar 2027. Anders als die Riester-Rente, die es ablöst, kommt das Altersvorsorgedepot ohne Garantiepflicht aus, und der Staat legt auf deine Beiträge eine Zulage drauf.
Beide Wege schließen sich nicht aus. Eine bestehende ETF-Rentenversicherung läuft unverändert weiter. Nach aktuellem Stand lässt sie sich aber nicht ins Altersvorsorgedepot übertragen – dorthin fließen nur neue Beiträge und Guthaben aus Riester-Verträgen. Wenn du schon frei in ETFs sparst, zeigt der Vergleich ETF-Sparplan oder Altersvorsorgedepot, wie du deine Sparrate aufteilst.
Je nach Lebenslage gibt es weitere Wege: Als Angestellte oder Angestellter kannst du über deinen Arbeitgeber vorsorgen – mehr dazu im Vergleich bAV oder Vorsorgedepot. Für Selbstständige kommt die Rürup-Rente infrage, die wir auf der Seite zur Rürup-Alternative einordnen.
Deine nächsten Schritte
So kommst du von der ersten Idee zu einer Entscheidung, die zu dir passt:
- 1
Ziel klären
Wofür sparst du, wie viel kannst du im Monat zurücklegen und ab wann brauchst du das Geld?
- 2
Förderung prüfen
Kläre, ob du ab 2027 für das Altersvorsorgedepot förderberechtigt bist. Unser Rechner zeigt dir, was die Zulage bei deiner Sparrate bringt.
- 3
Angebot einholen
Lass dir ein konkretes Angebot mit Basisinformationsblatt geben und prüfe die drei Zahlen: Effektivkosten, garantierter Rentenfaktor und Rückkaufswert in den ersten Jahren.
- 4
Gemeinsam durchrechnen
Wir gehen dein Angebot mit dir durch – kostenlos, persönlich in Berlin oder Koblenz oder digital.
Fazit: Für wen sich eine ETF-Rentenversicherung lohnt
Eine ETF-Rentenversicherung ist kein schlechtes Produkt, aber auch kein Selbstläufer. Sie bietet dir, was ein ETF-Sparplan nicht kann: eine lebenslange Rente und eine mildere Besteuerung am Ende. Dafür zahlst du jedes Jahr Kosten und bindest dein Geld bis zur Rente.
Ob sich das für dich rechnet, entscheiden vor allem zwei Dinge: die Effektivkosten deines Angebots und die richtige Reihenfolge – erst Notgroschen, dann ab 2027 die Förderung im Altersvorsorgedepot, dann Police oder Sparplan. Liegt dir ein Angebot vor, rechne es durch, bevor du unterschreibst – am besten gemeinsam mit uns.
Häufige Fragen zur ETF-Rentenversicherung
Werden ETFs auf die Rente angerechnet?+
Ein privater ETF-Sparplan oder eine ETF-Rentenversicherung zählen nicht zur gesetzlichen Rente und werden dort nicht angerechnet. Sie sind eine zusätzliche, private Altersvorsorge neben der gesetzlichen Rente.
Kann ich mit einer ETF-Rentenversicherung Verluste machen?+
Ja. Für eine ETF-Rentenversicherung besteht keine Garantiepflicht, dein Guthaben schwankt mit den Kursen der ETFs. Dazu kommt: In den ersten Vertragsjahren werden die Abschlusskosten verrechnet, deshalb liegt der Rückkaufswert anfangs oft unter dem Eingezahlten.
Wo finde ich die Effektivkosten meiner Police?+
Vor dem Abschluss im Basisinformationsblatt, das dir der Versicherer zum Angebot aushändigen muss. Bei einem bestehenden Vertrag stehen sie in der jährlichen Standmitteilung.
Wie viel Rente bekomme ich aus einer ETF-Rentenversicherung?+
Das hängt von deinem Guthaben zum Rentenbeginn und vom Rentenfaktor ab. Die Faustformel: Guthaben geteilt durch 10.000, mal Rentenfaktor. Bei 70.000 € Guthaben und einem Rentenfaktor von 25 sind das 175 € im Monat. Verlass dich dabei auf den garantierten Rentenfaktor deines Vertrags.
Über den Autor
Felix Kropp
Berlin · Versicherungs- und Finanzanlagenberater (§34d/f GewO)
20 Jahre Finanzberatung, Spezialist für Altersvorsorge und private Krankenversicherung. Felix erklärt komplexe Finanzthemen klar und ohne Fachchinesisch, persönlich am Kurfürstendamm oder digital deutschlandweit, auf Wunsch auch auf Englisch.
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Mehr zu ETF-Police, Sparplan und Depot
Diese Seiten vertiefen den Vergleich mit dem ETF-Sparplan und das Altersvorsorgedepot ab 2027.
Vergleich
ETF-Rentenversicherung oder ETF-Sparplan
Kosten, Steuern und Flexibilität im Vergleich, mit Rechenbeispiel über 30 Jahre.
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Altersvorsorge
Das Altersvorsorgedepot
Förderung, Kosten, Vor- und Nachteile des Riester-Nachfolgers ab 2027.
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Vergleich
ETF-Sparplan oder Altersvorsorgedepot
Du sparst schon frei in ETFs? Wann sich das Depot zusätzlich lohnt.
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Quellen
- Einkommensteuergesetz, § 20 EStG (Kapitalvermögen, 12/62-Regel)
- Einkommensteuergesetz, § 22 EStG (Ertragsanteil von Leibrenten)
- Versicherungsaufsichtsgesetz, §§ 221 und 222 VAG (Sicherungsfonds für Lebensversicherer)
- Protektor Lebensversicherungs-AG, Sicherungseinrichtung der deutschen Lebensversicherer
- Bundesfinanzministerium, FAQ zur Reform der geförderten privaten Altersvorsorge
- zuversichert.de, Vergleich ETF-Rentenversicherung oder ETF-Sparplan
Rechtlicher Hinweis
Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Steuerregeln entsprechen dem Stand vom 25.09.2026. Angaben zum Altersvorsorgedepot beruhen auf dem beschlossenen Altersvorsorgereformgesetz (Bundestag 27.03.2026, Bundesrat 08.05.2026), das ab 1. Januar 2027 gilt.