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ETF-Rentenversicherung einfach erklärt: So funktioniert sie und für wen sie passt

Was eine ETF-Rentenversicherung ist, was sie kostet, für wen sie passt – und wie du Schritt für Schritt zu einer guten Entscheidung kommst.

Felix Kropp, Berater für Altersvorsorge in BerlinFelix Kropp Aktualisiert am 25. September 2026 10 Min. Lesezeit

Beratungsgespräch zur ETF-Rentenversicherung mit Kursverläufen auf Laptop und Tablet

Eine ETF-Rentenversicherung verpackt ETF-Fonds in einen Versicherungsvertrag. Dafür zahlst du Abschluss- und Verwaltungskosten, bekommst aber die Möglichkeit einer lebenslangen Rente und eine mildere Besteuerung bei der Auszahlung, wenn der Vertrag mindestens zwölf Jahre läuft und du mindestens 62 bist. Anders als beim ETF-Sparplan bleibt dein Geld bis zum Rentenbeginn im Vertrag gebunden. Ob sich das rechnet, hängt vor allem von den Effektivkosten deines konkreten Vertrags ab.

Was ist eine ETF-Rentenversicherung? Einfach erklärt


Stell dir die ETF-Rentenversicherung wie eine Verpackung vor: Drinnen stecken dieselben ETFs, die du auch über einen ETF-Sparplan kaufen könntest. Die Verpackung, der sogenannte Versicherungsmantel, bringt Extras mit – eine lebenslange Rente und Steuervorteile bei der Auszahlung. Dafür kostet sie jedes Jahr Gebühren, und dein Geld bleibt bis zur Rente darin eingepackt.

Genauer gesagt ist eine ETF-Rentenversicherung eine Fondspolice: Ein Versicherer legt dein Geld in ETF-Fonds an, verpackt diese Anlage aber in einen Versicherungsvertrag. Andere Bezeichnungen sind ETF-Police oder fondsgebundene Rentenversicherung. Einen Garantiezins oder eine staatliche Förderung gibt es nicht.

Die wichtigsten Begriffe

ETF
Ein börsengehandelter Fonds, der einen Index wie den MSCI World nachbildet und so dein Geld auf viele Unternehmen verteilt.
Versicherungsmantel
Der Versicherungsvertrag um die ETFs herum. Er macht aus dem Guthaben später eine Rente und regelt Steuern und Kosten.
Effektivkosten
Alle Kosten der Police zusammen, als jährlicher Prozentsatz. Mehr im Glossar.
Rentenfaktor
Wie viel Monatsrente du je 10.000 € Guthaben bekommst. Ein Rentenfaktor von 25 bedeutet 25 € im Monat.
Rückkaufswert
Der Betrag, den du bei einer Kündigung ausgezahlt bekommst. In den ersten Jahren liegt er oft unter dem Eingezahlten.

Kosten, Steuern und Flexibilität von Police und Sparplan stellen wir im Vergleich Rentenversicherung oder ETF Punkt für Punkt gegenüber.

Wie funktioniert eine ETF-Rentenversicherung?


Der Ablauf gliedert sich in zwei Phasen: die Ansparphase und die Verrentungsphase am Ende der Laufzeit.

  1. 1

    Beiträge einzahlen

    Du zahlst während der Ansparphase Beiträge ein, die der Versicherer nach Abzug der Kosten in ETF-Fonds innerhalb des Versicherungsmantels investiert.

  2. 2

    Kapitalmarktrisiko tragen

    Für eine ETF-Rentenversicherung besteht keine Garantiepflicht. Kursverluste sind deshalb ebenso möglich wie Kursgewinne.

  3. 3

    Steuervorteil am Ende nutzen

    Am Ende der Ansparphase kann die 12/62-Regel greifen, wenn Vertrag und Alter die Voraussetzungen erfüllen – mehr dazu im Abschnitt zu den Steuern.

  4. 4

    Rente oder Kapital wählen

    Zum Laufzeitende entscheidest du, ob dir das Guthaben als lebenslange Rente oder als einmalige Kapitalauszahlung ausgezahlt wird.

  5. 5

    Bis zum Rentenbeginn gebunden

    Bis zum vereinbarten Rentenbeginn bleibst du an den Vertrag gebunden, anders als beim frei verfügbaren ETF-Sparplan.

Brutto- oder Nettopolice: Was ist der Unterschied?

Beim Abschluss wählst du meist zwischen zwei Kostenmodellen: der Brutto- und der Nettopolice. Bei der Bruttopolice sind die Vertriebskosten in den laufenden Beiträgen eingerechnet – du zahlst einen einheitlichen Beitrag, aus dem der Versicherer Abschluss- und Verwaltungskosten sowie die Beratungsvergütung deckt. Bei der Nettopolice werden diese Kosten getrennt: Du zahlst die Beratung separat, meist als Honorar, und dein Beitrag fließt abzüglich der laufenden Kosten in die ETF-Fonds.

BruttopoliceNettopolice
Abschluss- und Beratungskostenin den laufenden Beiträgen eingerechnetseparat, meist als Honorar
Wirkung auf dein Guthabenmindert vor allem in den ersten Vertragsjahren das investierte KapitalBeitrag fließt abzüglich der laufenden Kosten in die Fonds
Laufende Verwaltungs- und Fondskostenfallen anfallen ebenfalls an

Welches Modell günstiger ist, hängt vom Einzelfall ab, etwa von der Höhe des Honorars und der Vertragslaufzeit. Vergleiche deshalb nicht das Etikett, sondern die Effektivkosten beider Varianten. Ob sich eine Brutto- oder Nettopolice für deine Situation eignet, lässt sich am besten im persönlichen Beratungsgespräch klären.

Vor- und Nachteile auf einen Blick


Vorteile

  • Lebenslange Rente, egal wie alt du wirst
  • Keine Steuern während der Ansparphase, auch nicht beim Fondswechsel
  • Mildere Besteuerung bei der Auszahlung
  • Renditechancen des Kapitalmarkts über ETFs
  • Das Geld ist fest fürs Alter reserviert

Nachteile

  • Zusätzliche Kosten für Abschluss und Verwaltung
  • Geld bis zum Rentenbeginn gebunden
  • Kündigung in den ersten Jahren meist mit Verlust
  • Keine staatliche Förderung
  • Kursverluste möglich, keine Beitragsgarantie

Welche Kosten fallen an?


Bei einer Police zahlst du nicht nur für die ETFs, sondern auch für den Versicherungsmantel. Diese Kostenarten kommen zusammen:

KostenartBeschreibungEinordnung
AbschlusskostenVergütung für Vertragsabschluss und Beratung, bei der Bruttopolice in den Beiträgen enthalten, bei der Nettopolice separat als Honorarmindert vor allem in den ersten Vertragsjahren das investierte Kapital
Laufende Verwaltungs­kostenKosten des Versicherers für Vertragsführung und Verwaltung des Guthabensfallen über die gesamte Laufzeit an
TER der ETFsGesamtkostenquote der im Vertrag genutzten ETF-Fondskommt zu den Versicherungskosten hinzu
Effektivkosten gesamtAbschluss-, Verwaltungs- und Fondskosten zusammen, als jährlicher Prozentsatz des Guthabensentscheidet über Jahrzehnte mit über das Endkapital

Stand: September 2026

Alle Kostenarten zusammen weist der Versicherer als Effektivkosten aus. Du findest sie im Basisinformationsblatt deines Angebots, bei einem bestehenden Vertrag in der jährlichen Standmitteilung. Zum Vergleich: Im Standarddepot des Altersvorsorgedepots sind die Effektivkosten laut Altersvorsorgereformgesetz auf höchstens 1,0 % im Jahr gedeckelt, für ETF-Rentenversicherungen gibt es keinen solchen Deckel. Wie hoch die Effektivkosten gängiger Policen im Schnitt liegen und was ein Prozentpunkt Kosten über 30 Jahre ausmacht, zeigt das Rechenbeispiel im Vergleich Rentenversicherung oder ETF.

Kosten-Check: Was aus deinem Beitrag werden kann


Wie viel Rente aus deinen Beiträgen wird, hängt vor allem von drei Dingen ab: wie viel du einzahlst, wie lange und wie hoch die Kosten der Police sind. Voreingestellt ist ein Beispiel mit 100 € im Monat über 30 Jahre und 1,9 % Effektivkosten, dem von der BaFin gemessenen Durchschnitt. Probier es mit deinem eigenen Betrag aus.

Kosten-Check

Was wird aus deinem Beitrag?

Was du im Monat einzahlen möchtest.

Je länger, desto stärker wirken Rendite und Kosten.

Steht im Basisinformationsblatt deines Angebots.

Monatsrente je 10.000 € Guthaben – nimm den garantierten Wert.

Selbst eingezahlt36.000 €
Guthaben zum Rentenbeginnrund 71.200 €
Monatsrente, lebenslangrund 178 €
Das kosten dich die Effektivkostenrund 29.300 €

Vereinfachte Modellrechnung: 6 % Rendite im Jahr vor Kosten, jährliche Verzinsung, vor Steuern. „Das kosten dich die Effektivkosten“ ist der Unterschied zum Guthaben ohne Kosten bei gleicher Rendite. Keine Prognose, keine Garantie – Kursverluste sind möglich. Deine Eingaben werden nicht gespeichert.

Ergebnis mit Felix besprechen

Aus dem Guthaben wird über den Rentenfaktor eine Monatsrente: Bei einem Rentenfaktor von 25 ergibt jede 10.000 € Guthaben 25 € Rente im Monat, solange du lebst. Schieb die Effektivkosten einmal von 1,9 % auf 1,0 % – dann siehst du, warum sie die wichtigste Zahl in jedem Angebot sind.

Wie wird eine ETF-Rentenversicherung besteuert?


Vom Guthaben aus dem Kosten-Check gehen bei der Auszahlung noch Steuern ab. Kurz gesagt: Solange du einzahlst, zahlst du keine Steuern. Erst bei der Auszahlung wird besteuert – und zwar milder, wenn du lange genug dabeibleibst. Auch ein Fondswechsel innerhalb des Vertrags bleibt steuerfrei. Im Detail kommt es auf die Form der Auszahlung an:

  • Kapitalauszahlung vor Ablauf von zwölf Jahren oder vor dem 62. Lebensjahr: Der Ertrag wird mit der Abgeltungsteuer versteuert.
  • Kapitalauszahlung nach der 12/62-Regel: 15 % des Ertrags bleiben steuerfrei, vom Rest wird nur die Hälfte mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert.
  • Lebenslange Rente: Steuerpflichtig ist nur der Ertragsanteil, der vom Alter bei Rentenbeginn abhängt – bei Rentenbeginn mit 67 sind es 17 % jeder Rentenzahlung.

Rechtsgrundlage sind § 20 Abs. 1 Nr. 6 und § 22 Nr. 1 EStG. Was das in Euro bedeutet und wie die Police steuerlich gegenüber dem ETF-Sparplan abschneidet, zeigt das Rechenbeispiel mit 50.000 € Gewinn im Vergleich Rentenversicherung oder ETF.

Für wen passt eine ETF-Rentenversicherung?


Passt eher, wenn …

  • dir eine lebenslange Rente wichtiger ist als Flexibilität
  • du das Geld sicher nicht vor der Rente brauchst
  • du Notgroschen und Förderung schon abgedeckt hast
  • die Effektivkosten deines Angebots niedrig sind

Passt eher nicht, wenn …

  • du noch keinen Notgroschen hast
  • du das Geld vor der Rente brauchen könntest
  • du förderberechtigt bist und die Zulage noch nicht nutzt
  • das Angebot hohe Effektivkosten hat

Unsere Empfehlung: die richtige Reihenfolge. Bevor du über eine Police nachdenkst, lohnt sich ein Blick auf die Reihenfolge, in der du fürs Alter sparst:

  1. 1

    Notgroschen aufbauen

    Lege zuerst drei bis sechs Monatsausgaben auf ein Tagesgeldkonto, auf das du jederzeit zugreifen kannst.

  2. 2

    Förderung mitnehmen

    Bist du förderberechtigt, gehören ab 2027 die ersten 150 € im Monat ins Altersvorsorgedepot – dort legt der Staat laut Altersvorsorgereformgesetz eine Zulage obendrauf.

  3. 3

    Den Rest aufteilen

    Geld, das flexibel bleiben soll, passt in einen ETF-Sparplan. Eine ETF-Rentenversicherung lohnt sich für den Teil, bei dem dir eine lebenslange Rente wichtiger ist – und nur, wenn die Kosten stimmen.

Warum diese Reihenfolge meist mehr Rente bringt, rechnen wir im Vergleich Rentenversicherung oder ETF vor.

Worauf du beim Angebot achten solltest


Ob sich eine ETF-Rentenversicherung für dich lohnt, lässt sich nicht pauschal beantworten – dazu sind Verträge, Lebenssituationen und Ziele zu unterschiedlich. Diese Kriterien helfen dir, Angebote einzuordnen und im Beratungsgespräch die richtigen Fragen zu stellen:

Effektivkosten

Die wichtigste Zahl im Angebot. Frag bei einer Bruttopolice auch, wie hoch die Kosten als Nettopolice wären.

ETF-Portfolio

Welche Fonds stehen zur Auswahl, wie hoch sind deren laufende Kosten und wie oft kannst du die Strategie während der Laufzeit anpassen?

Vertragsflexibilität

Kannst du Beiträge pausieren, erhöhen oder Teile entnehmen, ohne dass hohe Gebühren anfallen?

Verrentungskonditionen

Wie wird aus deinem Guthaben eine Monatsrente? Verlass dich dabei auf den garantierten Rentenfaktor, nicht auf den aktuellen.

Rentenbeginn

Er bestimmt die Laufzeit und damit, wie lange die Kosten wirken – und ob die 12/62-Regel greifen kann.

Welche Kombination aus diesen Punkten zu deiner Situation passt, lässt sich am verlässlichsten im persönlichen Beratungsgespräch klären – dort gehen wir Vertragsdetails und deine Ziele gemeinsam durch.

Was passiert, wenn …?


… ich sterbe?

In der Ansparphase zahlen die meisten Verträge das vorhandene Guthaben an deine Hinterbliebenen oder Erben aus. Nach Rentenbeginn hängt es von der Rentengarantiezeit ab: Ist eine vereinbart, läuft die Rente bis zu deren Ende an die Bezugsberechtigten weiter, ohne sie endet die Zahlung. Welche Regelung gilt, steht in deinem Vertrag.

… ich nicht mehr einzahlen kann?

Du kannst den Vertrag in der Regel beitragsfrei stellen: Er bleibt bestehen, dein Guthaben bleibt angelegt, nur die laufenden Kosten fallen weiter an. Kündigst du stattdessen, bekommst du den Rückkaufswert – in den ersten Jahren oft weniger als eingezahlt, und vor Ablauf der 12/62-Regel wird der Ertrag mit der Abgeltungsteuer besteuert.

… der Versicherer pleitegeht?

Lebensversicherer in Deutschland müssen per Gesetz einem Sicherungsfonds angehören. Gerät ein Versicherer in Schieflage, übernimmt die Protektor Lebensversicherungs-AG die Verträge und führt sie weiter; garantierte Leistungen können dabei um höchstens 5 % gekürzt werden. Vor Kursverlusten der ETFs schützt der Sicherungsfonds nicht.

Ab 2027: Altersvorsorgedepot und weitere Wege


Neben der ETF-Rentenversicherung entsteht mit dem Altersvorsorgedepot ein weiterer Baustein der privaten Vorsorge. Grundlage ist das Altersvorsorgereformgesetz: Es ist beschlossen (Bundestag 27.03.2026, Bundesrat 08.05.2026), die neuen Produkte gibt es ab 1. Januar 2027. Anders als die Riester-Rente, die es ablöst, kommt das Altersvorsorgedepot ohne Garantiepflicht aus, und der Staat legt auf deine Beiträge eine Zulage drauf.

Beide Wege schließen sich nicht aus. Eine bestehende ETF-Rentenversicherung läuft unverändert weiter. Nach aktuellem Stand lässt sie sich aber nicht ins Altersvorsorgedepot übertragen – dorthin fließen nur neue Beiträge und Guthaben aus Riester-Verträgen. Wenn du schon frei in ETFs sparst, zeigt der Vergleich ETF-Sparplan oder Altersvorsorgedepot, wie du deine Sparrate aufteilst.

Je nach Lebenslage gibt es weitere Wege: Als Angestellte oder Angestellter kannst du über deinen Arbeitgeber vorsorgen – mehr dazu im Vergleich bAV oder Vorsorgedepot. Für Selbstständige kommt die Rürup-Rente infrage, die wir auf der Seite zur Rürup-Alternative einordnen.

Deine nächsten Schritte


So kommst du von der ersten Idee zu einer Entscheidung, die zu dir passt:

  1. 1

    Ziel klären

    Wofür sparst du, wie viel kannst du im Monat zurücklegen und ab wann brauchst du das Geld?

  2. 2

    Förderung prüfen

    Kläre, ob du ab 2027 für das Altersvorsorgedepot förderberechtigt bist. Unser Rechner zeigt dir, was die Zulage bei deiner Sparrate bringt.

  3. 3

    Angebot einholen

    Lass dir ein konkretes Angebot mit Basisinformationsblatt geben und prüfe die drei Zahlen: Effektivkosten, garantierter Rentenfaktor und Rückkaufswert in den ersten Jahren.

  4. 4

    Gemeinsam durchrechnen

    Wir gehen dein Angebot mit dir durch – kostenlos, persönlich in Berlin oder Koblenz oder digital.

Fazit: Für wen sich eine ETF-Rentenversicherung lohnt


Eine ETF-Rentenversicherung ist kein schlechtes Produkt, aber auch kein Selbstläufer. Sie bietet dir, was ein ETF-Sparplan nicht kann: eine lebenslange Rente und eine mildere Besteuerung am Ende. Dafür zahlst du jedes Jahr Kosten und bindest dein Geld bis zur Rente.

Ob sich das für dich rechnet, entscheiden vor allem zwei Dinge: die Effektivkosten deines Angebots und die richtige Reihenfolge – erst Notgroschen, dann ab 2027 die Förderung im Altersvorsorgedepot, dann Police oder Sparplan. Liegt dir ein Angebot vor, rechne es durch, bevor du unterschreibst – am besten gemeinsam mit uns.

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Schick uns dein Angebot oder bring es mit ins Gespräch. Wir sagen dir ehrlich, ob die Police zu dir passt oder ein anderer Weg mehr bringt.

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Häufige Fragen zur ETF-Rentenversicherung


Werden ETFs auf die Rente angerechnet?+

Ein privater ETF-Sparplan oder eine ETF-Rentenversicherung zählen nicht zur gesetzlichen Rente und werden dort nicht angerechnet. Sie sind eine zusätzliche, private Altersvorsorge neben der gesetzlichen Rente.

Kann ich mit einer ETF-Rentenversicherung Verluste machen?+

Ja. Für eine ETF-Rentenversicherung besteht keine Garantiepflicht, dein Guthaben schwankt mit den Kursen der ETFs. Dazu kommt: In den ersten Vertragsjahren werden die Abschlusskosten verrechnet, deshalb liegt der Rückkaufswert anfangs oft unter dem Eingezahlten.

Wo finde ich die Effektivkosten meiner Police?+

Vor dem Abschluss im Basisinformationsblatt, das dir der Versicherer zum Angebot aushändigen muss. Bei einem bestehenden Vertrag stehen sie in der jährlichen Standmitteilung.

Wie viel Rente bekomme ich aus einer ETF-Rentenversicherung?+

Das hängt von deinem Guthaben zum Rentenbeginn und vom Rentenfaktor ab. Die Faustformel: Guthaben geteilt durch 10.000, mal Rentenfaktor. Bei 70.000 € Guthaben und einem Rentenfaktor von 25 sind das 175 € im Monat. Verlass dich dabei auf den garantierten Rentenfaktor deines Vertrags.

Felix Kropp, Berater für Altersvorsorge in Berlin

Über den Autor

Felix Kropp

Berlin · Versicherungs- und Finanzanlagenberater (§34d/f GewO)

20 Jahre Finanzberatung, Spezialist für Altersvorsorge und private Krankenversicherung. Felix erklärt komplexe Finanzthemen klar und ohne Fachchinesisch, persönlich am Kurfürstendamm oder digital deutschlandweit, auf Wunsch auch auf Englisch.

Mehr über Felix Zur tecis Berater-Seite

Quellen

  1. Einkommensteuergesetz, § 20 EStG (Kapitalvermögen, 12/62-Regel)
  2. Einkommensteuergesetz, § 22 EStG (Ertragsanteil von Leibrenten)
  3. Versicherungsaufsichtsgesetz, §§ 221 und 222 VAG (Sicherungsfonds für Lebensversicherer)
  4. Protektor Lebensversicherungs-AG, Sicherungseinrichtung der deutschen Lebensversicherer
  5. Bundesfinanzministerium, FAQ zur Reform der geförderten privaten Altersvorsorge
  6. zuversichert.de, Vergleich ETF-Rentenversicherung oder ETF-Sparplan

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Steuerregeln entsprechen dem Stand vom 25.09.2026. Angaben zum Altersvorsorgedepot beruhen auf dem beschlossenen Altersvorsorgereformgesetz (Bundestag 27.03.2026, Bundesrat 08.05.2026), das ab 1. Januar 2027 gilt.